Lange Zeit war Philips der Marktführer im Bereich der Heißluftfritteusen. Dann kamen Konkurrenten wie Ninja mit einer großen Innovation: dem Doppelkorb (Dual Zone). Philips ließ sich Zeit, um zu reagieren, aber die niederländische Marke ist heute mit einem Vorschlag zurück, der den High-End-Standard durchaus neu definieren könnte: die Philips Airfryer 5000-Serie.
Warum macht dieses Modell so viel Lärm? Denn er bietet nicht nur 9 Liter Fassungsvermögen oder zwei Kochzonen. Es verfügt über eine Hybridtechnologie, die Dampfgaren ermöglicht. Auf der einen Seite knusprige Pommes, auf der anderen gedünstete grüne Bohnen? Das ist das Versprechen.
Wir haben 15 Tage mit dieser imposanten Maschine auf unserer Arbeitsplatte verbracht, um zu sehen, ob die Dampfzugabe ihren Premiumpreis rechtfertigt. Spoiler: Ihre Kochgewohnheiten können sich ändern.
Design und Ergonomie: Ein Koloss in der Küche
Die 5000er-Serie erweckt schon beim ersten Auspacken Respekt ... und benötigt Platz. Mit seinen 9 Litern Gesamtkapazität ist er ein Biest. Das Design ist Philips treu geblieben: schwarz lackiert (Achten Sie auf Fingerabdrücke), geschwungene Linien und hochwertige Verarbeitung. Von den knarrenden Kunststoffen mancher Einsteigermarken sind wir weit entfernt.
Auf der Oberseite befindet sich die Touch-Oberfläche. Es ist vollständig, vielleicht auf den ersten Blick mit seinen zahlreichen Symbolen sogar etwas zu viel, aber dank des zentralen Rads, das unserer Meinung nach immer noch präziser ist als das „All Touch“, gewöhnt man sich schnell daran.
Abmessungen zu erwarten
Seien Sie vorsichtig, die Maschine ist tief. Lassen Sie auf Ihrer Arbeitsfläche einen Abstand von mindestens 40 cm und vermeiden Sie es, sie an eine Wand zu kleben, da die Ableitung heißer Luft (und Dampf!) an der Rückseite stark ist.
Die eigentliche ergonomische Innovation liegt in der Flexibilität der Körbe. Sie können den gesamten Bereich für ein ganzes Brathähnchen nutzen oder den Raum aufteilen, um zwei verschiedene Speisen zuzubereiten.
Technische Eigenschaften
Philips hat nicht an der Leistung gespart, um sicherzustellen, dass die RapidAir-Technologie in einem 9-Liter-Tank genauso gut funktioniert wie in kleinen Modellen.
Hybride Luft-/Dampf-Technologie
Das Beste aus beiden Welten
Das ist die Stärke dieses Modells. Im Gegensatz zu einem klassischen Airfryer, der dazu neigt, weißes Fleisch oder Fisch auszutrocknen, injiziert die 5000er-Serie Dampf. Ergebnis: ein Hähnchen, das außen knusprig ist, innen aber saftig bleibt.
Kochleistung: Der Wahrheitstest
Wir haben die Philips 5000-Serie unserem üblichen Testprotokoll unterzogen, mit besonderem Augenmerk auf das Dampfversprechen.
1. Pommes (klassischer Airfryer-Modus)
Dies ist der Basistest. Mit frischen hausgemachten Pommes Frites und einem halben Löffel Öl ist das Ergebnis ausgezeichnet. Die RapidAir-Technologie von Philips bleibt unserer Meinung nach hinsichtlich des Luftstroms der Konkurrenz überlegen. Die Pommes Frites werden gleichmäßig gebräunt, ohne dass der Korb alle 5 Minuten geschüttelt werden muss.
- ScanPricer beachten: 9/10
2. Lachs und Gemüse (Dampf- und Luftmodus)
Hier übertrifft die 5000er-Serie die Konkurrenz. Wir haben ein Lachssteak mit Brokkoli gekocht. Normalerweise kommt der Brokkoli im Airfryer „verbrannt“ oder trocken heraus. Hier wird das Gemüse dank des Wassertanks gedämpft und behält dabei seine grüne Farbe und Nährstoffe. Der Fisch ist perlmuttartig, zart und überhaupt nicht trocken.
- ScanPricer-Bewertung: 10/10 (Neu in diesem Segment)
3. Verwaltung der beiden Zonen (Sync Finish)
Wie bei Ninja bietet Philips eine Funktion zur Synchronisierung des Garendes an. Sie legen links einen 45-Minuten-Braten und rechts 20-Minuten-Fritten: Die Maschine wartet, bevor sie die Pommes frites ausgibt, sodass um 20:00 Uhr alles fertig ist. scharf. Es funktioniert einwandfrei, erfordert allerdings am Anfang ein wenig Handling, um nicht den falschen Korb zu legen.
Lärm und Belüftung
Im Modus „Dampf“ ist die Maschine aufgrund des Wassermanagements etwas lauter als im klassischen Airfryer-Modus. Darüber hinaus ist mit einer austretenden Dampfwolke zu rechnen: Stellen Sie das Gerät nicht unter einem feuchtigkeitsempfindlichen Holzschrank auf.
Reinigung und Wartung
Dies ist oft der Nachteil von Haushaltsgeräten. Philips hat alle herausnehmbaren Elemente (Körbe, Gestelle) mit der Geschirrspülmaschine kompatibel gemacht.
Für die Antihaftbeschichtung empfehlen wir jedoch Handwäsche. Die Qualität ist gut, allerdings verschleißt die Spülmaschine auf Dauer immer die Teflonbeschichtungen. Der Wassertank lässt sich leicht entleeren und ausspülen, ein guter Punkt für die Hygiene (kein stehendes Wasser).
Vor- und Nachteile
Nach zwei Wochen intensiver Nutzung sollten Sie sich Folgendes merken.
Vorteile
- Extreme Vielseitigkeit: Frittieren und dämpfen im selben Gerät
- Philips Kochqualität: RapidAir bleibt der Maßstab für Knusprigkeit
- Fassungsvermögen von 9 l: Ausreichend für eine Familie mit 4 bis 6 Personen
- Premium-Design und intuitive Benutzeroberfläche (sobald man sie beherrscht)
- Sync-Finish-Funktion zum Synchronisieren der beiden Gerichte
Nachteile
- Unordnung: Es ist ein Monster auf der Arbeitsplatte
- Hoher Preis: Dampftechnologie ist teuer
- Etwas kurzes Stromkabel (80 cm)
- Sehr unordentlich schwarz lackiert (Fingerabdruckmagnet)
Abschließendes Fazit
Die Philips Airfryer 5000-Serie ist nicht nur eine weitere Fritteuse. Es ist ein gelungener Versuch, sowohl Ihren Backofen als auch Ihren Dampfgarer zu ersetzen. Wenn Sie nur Pommes und Nuggets machen möchten, greifen Sie zu einem günstigeren Essential-Modell.
Wenn Sie hingegen ein „All-in-One"-Gerät suchen, das montags gesund (Dampf) kocht und samstags ein „Genuss"-Festmahl (Pommes/Hähnchen) zubereiten kann, ist dies derzeit das vollständigste Modell auf dem Markt. Es übertrifft den Ninja Foodi bei der feinen Zubereitung von Gemüse und Fisch dank der Feuchtigkeitszufuhr.
Unsere abschließende Meinung: Die neue Referenz
Es ist sicherlich eine Investition, die aber durch die Vielseitigkeit gerechtfertigt ist. Dampfgaren ändert die Situation und behebt den Hauptfehler von Airfryern (das Austrocknen der Lebensmittel). Für Familien, die sich gesund ernähren möchten, ohne auf Knusprigkeit zu verzichten, ist dies ein „Must Have“ für 2026.




